Waffeln und Boxengasse am Wochenende – neuer Verein stellt sich vor

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Das „Dröhnen der Motoren“ war mehr ein surren der kleinen Elektroautos, immer wieder unterbrochen von den Geräuschen, die entstehen, wenn die Bande touchiert wird oder man auch mal frontal gegen eine solche fuhr oder aber die Fahrzeuge sich überschlagen haben. Auf alle Fälle echtes Rennsportfeeling am Wochenende in der Turnhalle der Johannesschule, organisiert von den RC Car Freunden Emsdetten.

Der Samstagnachmittag stand zunächst ganz im Zeichen der Kinder. Eine Hüpfburg war aufgebaut, Waffeln wurden gebacken, Bratwurst und Pommes sowieso, die Gesichter wurden mit lustigen Tierfratzen geschminkt, an anderen Stationen musste die Geschicklichkeit unter Beweis gestellt werden und wer am Ende dann auf seiner Karte sämtliche „Prüfungen bestanden“ hatte durfte sich am gut bestückten Tisch die Belohnung für die Bemühungen abholen. Ein gelungener Nachmittag mit viel Spaß für den Vereinsnachwuchs und auch einige Besucher.

Am Sonntag gab es dann die Rennen der Vereinsmitglieder sowie einiger Teilnehmer befreundeter Vereine, die teilweise sogar extra aus Gelsenkirchen angereist waren. Der Emsdettener Racing Club ist zwar noch sehr jung, wurde erst im August 2021 gegründet, hat aber schon knapp 80 Mitglieder.

Und dass die Aktiven ihr Handwerk verstehen, dass konnte man am Sonntag sehen. Zunächst im öffentlichen Training, dann in Vorläufen und am Nachmittag die Finalläufe. Beeindruckend das Geschehen am Rande der in der Halle aufgebauten Rennstrecke die immerhin ein Ausmaß von 30 x 16 Meter hatte. Professionelle elektronische Zeitmessung, im „großen“ Motorsport würde man von Boxengasse oder Fahrerlager reden. Hier hatte jeder Fahrer seine eigene kleine Werkstatt aufgebaut. An jedem Fahrzeug wurde geschraubt, justiert, verbessert. Da werden Winkel millimeterganau eingestellt, da muss der Akku nochmal wieder aufgeladen werden, der Reifendruck, der eigentlich keiner sein sollte, wird überprüft und bei den beweglichen Teilen hat jeder sein eigenes Öl nach „Geheimrezept“. Die Reifen werden mit einer speziellen Tinktur eingerieben um mehr Bodenhaftung zu erhalten. Im Rennen später kann es schon auf Zehntelsekunden ankommen. Diese kleinen Unterschiede können halt durch die zuvor genannten technischen Feinheiten erzielt werden oder eben durch fahrerisches Können.

Und dass die Piloten ihr Gerät beherrschen, war während des ganzen Tages zu sehen – unser Fotograf war für eine Fotostrecke vor Ort:

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