Unfallstatistik für Emsdetten/Greven und Kreis Steinfurt

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Die Kreispolizeibehörde hat jetzt die Statistik für das Jahr 2019 herausgegeben. Demnach ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Kreis Steinfurt (12.449) gegenüber 2018 um etwa 630 Fälle zurückgegangen, nimmt aber im Vergleich zu den letzten zehn Jahren immer noch einen Spitzenwert ein. Ein Rückgang ist auch in Emsdetten/Greven von 3.114 gemeldeten Verkehrsunfällen in 2018 auf 2.845 in 2019 zu verzeichnen. Der Trend in Kreis und Stadt ist entgegengesetzt den Werten im Land NRW, – hier hat es eine Steigerung um 2.867 auf 210.769 gegeben.

Bei den weniger gewordenen Verkehrsunfällen jedoch ist die Zahl der kreisweit bei Unfällen verletzten Personen gestiegen, von 2.089 auf 2.119. In Emsdetten/Greven hat es, ähnlich den Unfallzahlen, von 515 in 2018 auf 497 in 2019 weniger Verletzte gegeben.

Bei Verkehrsunfällen getötet wurden im Kreis Steinfurt in 2019 19 Personen, davon zwei im Wachbezirk Emsdetten/Greven.

Auffallend, dass die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt waren zugenommen hat, kreisweit um 13,25 %. Bei den schwerverletzten Kindern bedeutete dies eine Zunahme um ein Kind (4,35 %). Die Anzahl der leichtverletzten Kinder hat sich um 26 (18,2%) erhöht. Als aktive Verkehrsteilnehmer sind 142 Kinder (90 Radfahrer, 29 Fußgänger, drei andere Verkehrsteilnehmer) verletzt worden, 21 Kinder (13,20 %) mehr als im Vorjahr. Von den Radfahrern sind elf Kinder zwischen sechs und zehn Jahre und 79 älter als zehn Jahre gewesen. Von den Fußgängern sind sieben Kinder jünger als sechs Jahre, elf Kinder zwischen sechs und zehn Jahre und elf Kinder älter als zehn Jahre gewesen. 69 Kinder sind als passive Verkehrsteilnehmer (Mitfahrer) verletzt worden; das sind neun mehr als im Vorjahr. Mit 46 hat sich die gleiche Anzahl an Schulwegunfällen ereignet wie im Vorjahr. Auf dem Schulweg sind sechs Kinder schwer (drei Radfahrer und zwei Fußgänger, ein Schulbuskind) und 45 Kinder leicht (38 Radfahrer, sechs Fußgänger, ein Beifahrer) verletzt worden.

18- bis 24-jährige Verkehrsteilnehmer waren in 2019 im Kreis Steinfurt an 554 meldepflichtigen Verkehrsunfällen aktiv beteiligt, dies sind 18 weniger als 2018 (-3,15 %). Dabei sind 349 „Junge Erwachsene” verunglückt, dies sind 25 (-6,68 %) weniger als in 2018. Ein junger Erwachsener erlitt tödliche Verletzungen. Er war als Fußgänger unterwegs. 60 Verkehrsteilnehmer sind schwer verletzt worden, Abnahme um sechs (-9,09 %). 288 sind leicht verletzt worden, eine Abnahme um elf (-3,68 %). „Junge Erwachsene“ haben 289 der 1.678 Verkehrsunfälle mit Personenschaden verursacht. Sie stellen einen Anteil von 17,22 % der Verursacher von Verkehrsunfällen. 2018 ist diese Personengruppe in 299 von 1.636 Fällen (18,28%) Unfallverursacher gewesen. Der Bevölkerungsanteil dieser Altersgruppe beträgt fast gleichbleibend 8,2 %.

Im Jahr 2019 sind Senioren (65 Jahre und älter) im Kreis Steinfurt an 550 meldepflichtigen Verkehrsunfällen  aktiv beteiligt gewesen, das waren 29 (5,57 %) mehr als im Vorjahr. Mit 310 Senioren sind 16 (5,44 %) mehr als in 2018 verunglückt. Sieben Senioren sind getötet worden, drei mehr als im Vorjahr (ein Fahrradfahrer, ein Pedelecfahrer und fünf Fußgänger). 103 Senioren sind schwer verletzt worden. Das bedeutet eine Zunahme der Schwerverletzten um acht (8,42 %) gegenüber dem Vorjahr. 200 Senioren haben sich leicht verletzt. Der Bevölkerungsanteil dieser Altersgruppe beträgt mittlerweile 19,8 %.

Das uns darüberhinaus noch umfangreich vorliegende Zahlenmaterial werden wir in einem weiteren Bericht durchleuchten

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