TVE kommt in Bietigheim unter die Räder (aktualisiert)

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In einem ebenso tempo- wie torreichen Spiel muss sich der im Abstiegskampf befindliche TV Emsdetten beim Gastspiel in Bietigheim mit 31:41 ebenso deutlich wie verdient geschlagen geben.

Dabei war es nicht nur Schuld der Torhüter Maurice Paske (erhielt 2-Minuten-Strafe wegen Wechselfehlers) und Konstantin Madert, die heuer nichts an die Finger bekamen. Die Abwehr vor ihnen war häufig für die Bietigheimer durchlässig wie warme Butter, so dass den Emsdettener Keepern selten eine reale Chance blieb. Zu häufig taten sich unerklärbare Lücken auf, die der gegnerische Angriff schnell erkannte und nutzte.

Das hohe Anfangstempo war da noch eine der positiven Erscheinungen, hier konnten die Hausherren überwunden werden, bevor sie ihre eigene Abwehr aufgebaut hatten. Jedoch agierten die Gastgeber auch mit ebendiesem Konzept und stellten die Emsdettener vor das gleiche Problem. Die Grün-Weißen um Kapitän Freddy Stüber (der während der 60 Minuten torlos blieb) konnten dem nicht standhalten und gerieten frühzeitig in Rückstand. Den auch nur annähernd mal wieder zu egalisieren, war während des gesamten Spielverlaufs unerreichbar.

Auswärts 31 Tore zu erzielen ist ja ganz achtbar, wenn da nicht auch die 41 Gegentreffer wären. Sven Weßeling, sonst Top-Scorer im TVE-Dress koinnte lediglich einmal einlochen. Dirk Holznerr erfüllte mit sieben Treffern sein Soll, Thomas Urban war sechs Mal erfolgreich, Sören Kress traf fünf Mal. Die übrigen Treffer verteilten sich auf Terhaer, Nowatzki, Kornecki, Kolk, Schliedermann, Jansen und Mojzis.

Emsdettens Trainer Peter Portengen schob nach dem Spiel die lange Spielpause vor „Hier haben wir unseren Rhythmus verloren.“ Genau dieser Aspekt wurde auf Bietigheimer Seite als Vorteil gesehen. „Die Zeit der Vorbereitung haben wir sinnvoll genutzt, die Jungs sind heiß, freuen sich, dass sie endlich wieder spielen dürfen.“

Am kommenden Mittwoch ist dann der HSV Hamburg zu Gast in der EMS-Halle und damit ein heißer Aspirant für den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Sollte der TVE hier punkten, wäre das schon ein Handballwunder.

 

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