Eine gute Kommunikation zwischen Behörden, Einsatzdiensten und der Bevölkerung ist in einer Gefahren- oder Katastrophenlage von besonderer Bedeutung. Der stetige Austausch und verlässliche Informationen bilden in einer Ausnahmesituation wichtige Voraussetzungen für den richtigen Umgang mit der Lage und entscheiden im Ernstfall über Menschenleben. Doch eine Gefahren-, Katastrophen- oder Kriegssituation kann die Funktion technischer Geräte – und damit die Grundlage der heutigen Kommunikation – erheblich beeinflussen: Wenn der Strom ausfällt, ist die Nutzung oder das Laden von Fernsehern, Computern, Radios, Handys und Telefonen nicht möglich. Ein Cyberangriff, ein Sturm oder Sabotageakte können auch das Mobilfunknetz oder den Zugang zum Internet stören. Um die Kommunikation in einem solchen Fall aufrechtzuerhalten, ist es für die Bevölkerung wichtig, im Voraus individuelle Vorbereitungsmaßnahmen zu treffen.
Eine handschriftliche oder ausgedruckte Liste mit Daten zu wichtigen Kontakten und Adressen ist nützlich, wenn der Zugriff auf digital gespeicherte Informationen, zum Beispiel über das Handy, nicht möglich ist. Ein mobiler und geladener Zusatzakku, eine so genannte Powerbank, ermöglicht bei einem Stromausfall über einen gewissen Zeitraum hinweg das Laden von Handys oder Laptops. Vor allem auch die Anschaffung eines Kurbel- oder Batterieradios ist sinnvoll. Genau wie ein Autoradio funktionieren diese Elemente auch, wenn die reguläre Stromversorgung eingeschränkt oder unterbrochen ist. In einem solchen Fall wird es den Behörden und Einsatzdiensten im Kreis Steinfurt damit möglich, die Verbreitung wichtiger Informationen und Handlungshinweise über das lokale Radioprogramm von Radio RST, das inzwischen unabhängig von externer Stromversorgung gemacht wurde, sicherzustellen. Eine zusätzliche, wichtige vorbereitende Maßnahme betrifft das Herunterladen mobiler Straßenkarten oder deren Verfügbarhaltung in papiergebundener Version. In einer Ausnahmesituation, in der keine Verbindung zum Internet mehr besteht, können diese offline genutzt werden und Orientierung bieten.
Die Einschränkung oder Aufhebung bekannter und gewohnter Kommunikationskanäle führt in der Gesellschaft schnell zu Verunsicherung, weil diese das reguläre Leben und Wohlbefinden wesentlich mitbestimmen. Bei Eintritt einer unbekannten und herausfordernden Situation, die massiven Einfluss auf das (Über-)Leben von Menschen hat, besteht eine hohe Gefahr für das Auftreten von falschen oder widersprüchlichen Informationen. Dieses Risiko wird – solange das Internet noch funktioniert – durch die niedrigschwellige und schnelllebige Kommunikation über soziale Netzwerke verstärkt. In dynamischen Situationen können Falschinformationen unbeabsichtigt entstehen, zum Beispiel durch Missverständnisse oder die lückenhafte Weitergabe von Fakten durch unterschiedliche Akteure. Manchmal werden sie von interessierter dritter Seite aber auch bewusst verbreitet, um die Bevölkerung zu verunsichern und zu destabilisieren. Ziel dabei ist es, Vertrauen in staatliches Handeln zu reduzieren und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu schwächen.
Das macht diese sogenannte Desinformation gerade in Notfällen und Krisen sehr gefährlich. Um Falschinformationen zu erkennen, sollte stets überprüft werden, ob die Quelle oder der Absender der Information seriös und mit einem Klarnamen angegeben ist. Auch die Frage, ob die Information auf Fakten basiert und Verweise oder belastbare Quellen zur Überprüfung angegeben sind, muss sich Jedermann stellen. Weitere übereinstimmende Berichte anderer, erwiesenermaßen verlässlicher Quellen können darauf hinweisen, dass die jeweilige Information glaubhaft ist. In allen anderen Fällen handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Falschinformationen – sogenannte Fake News. Diese dürfen auf keinen Fall weiterverbreitet werden.
Mit der Kampagne „#krisenfeST – Hier lebt’s sich gut & sicher.“ informiert der Kreis Steinfurt über verschiedene Schwerpunkte des Bevölkerungsschutzes und wichtige Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge. In regelmäßigen Pressemitteilungen und Instagram-Beiträgen werden verschiedene Themen aufgegriffen – von Hinweisen zu Notfallgepäck und Warnsystemen bis hin zu wichtigen Telefonnummern und Anlaufstellen im Kreis Steinfurt.




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