Kette von Telefonbetrügereien nimmt nicht ab

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Auf perfide Art und Weise haben Telefonbetrüger am Dienstag (02.02.21) eine ältere Frau aus Emsdetten um einen hohen Geldbetrag gebracht. Die Geschädigte bekam zunächst am Vormittag einen Anruf von einem angeblichen Familienmitglied. Die Person gab an, in Geldnot zu stecken. Direkt im Anschluss meldete sich ein Anrufer, der sich als Polizeibeamter vom Landeskriminalamt ausgab. Er behauptete, die Polizei habe das Gespräch mitgehört und es handle sich dabei um einen Betrugsversuch. Im Laufe des Gesprächs gewann der angebliche Beamte das Vertrauen der Frau, die schließlich glaubte, dass sie dazu beitragen kann, den Enkeltrick-Täter zu fassen. Der betrügerische Anrufer gab der Geschädigten Anweisungen, einen hohen Geldbetrag von ihrem Konto abzuheben. Am Dienstagabend übergab die Frau an der Haustür einen fünfstelligen Eurobetrag an einen Unbekannten. Die Emsdettenerin ging davon aus, dass sie ihr Geld zurückbekommt, sobald die „Ermittlungen“ abgeschlossen sind. Durch ein Gespräch mit einem Bekannten wurde die Geschädigte am Folgetag skeptisch und meldete den Betrug schließlich bei der echten Polizei. Der Unbekannte, der an ihre Haustür gekommen war, wird wie folgt beschrieben: Es war ein Mann, er war etwa 30 Jahre alt und 1,80 Meter groß. Er trug eine Mütze und telefonierte zeitgleich mit einem Handy. Weitere Hinweise gibt es nicht. Die Polizei appelliert erneut, Anrufe, die einem komisch vorkommen, sofort zu beenden. Sinnvoll ist es, mit einem vertrauenswürdigen Verwandten oder Bekannten über den Vorfall zu sprechen. Niemals fordert die Polizei dazu auf, Bargeld vom Konto abzuheben oder dieses gar an einen Unbekannten zu übergeben. Wenn der Verdacht eines Betrugsversuchs oder eines Betrugs besteht, sollten Betroffene diesen sofort der Polizei melden.

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