„Innen wohnen – Außen schonen“

0
1294
(Foto: Stadt Emsdetten)

Die noch nutzbaren Flächen in Emsdetten, sei es für Wohnbau aber auch für Gewerbe, sind begrenzt, das ist nichts Neues.

  • Östlich des bestehenden Siedlungskörpers wird eine weitere Flächenentwicklung durch die Emsaue mit ihren klimatisch, ökologisch und landschaftstypologisch als besonders wertvoll einzustufenden Flächen begrenzt.
  • Südlich des Siedlungskörpers begrenzt die Niederung des Mühlenbachs mit ihren wertvollen Böden und stadtklimatischen Ausgleichs-und Verbindungsräumen ein weiteres Wachstum. Hier finden sich zudem landwirtschaftliche Betriebe als besondere Restriktion.
  • Im Norden des Siedlungskörpers besteht eine hohe Dichte von landwirtschaftlichen Betrieben, die teilweise nach BImSchG zu behandeln sind und damit höhere Abstände erfordern. Des Weiteren stellt der klimatische Ausgleichsraum des Hummertsbaches eine natürliche Grenze dar.
  • Im Nordwesten des Siedlungskörpers befinden sich, neben der Emsaue gelegen, die größten Schutz-gebiete, namentlich FFH-, Vogelschutz-und Naturschutzgebiete mit diversen schützenswerten Biotopen.
  • Im Südwesten des Siedlungskörpers liegen Waldflächen mit hohem Schutzwert als klimaökologi-scher Komfortraum. Eine Flächenausweisung hätte hier flächenintensive Kompensationsmaßnah-men zur Folge.
  • Westlich des Siedlungskörpers, in Richtung der geplanten K53n, liegen die größten Entwicklungs-potenziale mit hinreichendem Abstand zum Wald im Südwesten und den Schutzgebieten im Nord-westen.

Die Nachfrage nach Siedlungsflächen macht es zwingend erforderlich, frühzeitig Potenziale und Realisierungschancen sowohl innerhalb als auch außerhalb des bestehenden Siedlungskerns zu erkennen und zu entwickeln.

„Insgesamt machen die Ergebnisse der Siedlungsflächenpotenzialanalyse deutlich, dass die Ansätze zu einer flächensparenden Siedlungsentwicklung im Sinne der Nachhaltigkeit fortzusetzensind. Emsdet-ten soll ein attraktiver Wohn-und Wirtschaftsstandort mit hochwertigem Freiraum bleiben und sich zu einer lebenswerten Stadt mit höchster Lebensqualität auch für zukünftige Generationen entwickeln.“, heißt es in dem von Sandra Math erstellten Flächenbericht 2018-2020 der Stadt Emsdetten.

In den vergangenen zehn Jahren sind größere gewerblich genutzte Flächen der Wohnbebauung zugeführt worden. Dazu gehören beispielsweise die Gelände der Firmen Biederlack, WABO, Gärtnerei Berkemeyer, Gärtnerei Helmers, LECO-Werke, Baumarkt Eilers, LEOMI-Textilwerke oder auch der städtische Baubetriebshof an der Franz-Mülder-Straße.

Aktuell kaum Änderungen hat es in den Nachverdichtungsgebieten der Bebauuntspläne Rheiner Straße/Hermannstraße, Vogelweide/Taubenstraße, Schmitzkamp, Hemberger Damm/Dannenkamp, Hermannstraße/Lange Straße, Sandufer/Wilhelmstraße, Elsterstraße, Josefskirche, Lauge und Kanalweg gegeben.

Das Modellprojekt „Herzbach/Dreihuesweg“ wird hier immer wieder als vorbildliches Beispiel herangezogen. In der heutigen Sitzung (Do. 14.01.21  18 Uhr) des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Wohnen (ASWW) werden weitere Projekte vorgestellt, über die wir dann auch berichten werden.

Die Sitzung findet als digitale Informationsveranstaltung online statt. Wer diese Veranstaltung über Zoom verfolgen möchte, der kann bei Nadine Brüggemann die Zugangsdaten erfragen.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein