AllesDetten kommentiert

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(Foto: Markus Harlake-Heinrichs)

Ein Ruck der Empörung geht derzeit durch Emsdetten, in den sozialen Netzwerken, in den Büros und auf der Straße gehen die wildesten Spekulationen umher. Da wird in der Verwaltung über drei Monate eine Kostensteigerung für ein zukunftsträchtiges Großprojekt von satten 100 % (in diesem Fall = 2.700.000,00 €) gegenüber den ursprünglichen, der Politik als Entscheidungsgrundlage vorgelegten Werten zurück behalten. Da werden grobe Fehler die möglicherweise in der eigenen Verwaltung, möglicherweise beim externen Planungsbüro entstanden sind (das wird noch geprüft) verheimlicht.
Bürgermeister Oliver Kellner war erst wenige Tage im Amt, als ihm dieser Vorgang in die Hände viel, hat sofort den Ältestenrat darüber in Kenntnis gesetzt, dieser war ebenso erschüttert darüber, wie er selbst.

Laut AllesDetten vorliegenden Informationen weisen alle Anzeichen darauf hin, dass dieser Umstand nur einer Person im Rathaus bekannt war. Namentlich ist uns diese nicht bekannt und an Spekulationen werden wir uns nicht beteiligen. Was aber war die Motivation? Der zu der Zeit herrschende Wahlkampf? Die Hoffnung, einen eigenen Fehler aussitzen zu können? Wobei dieser Gedanke mehr als nur naiv ist.

Was, wenn dieser Vorgang kein Einzelfall ist, in der Vergangenheit hat es immer mal wieder Projekte gegeben, bei denen am Ende eine enorme Kostensteigerung hingenommen werden musste. Waren/sind das tatsächlich Fehler oder wurde vielleicht zu Beginn „günstig“ gerechnet damit die Umsetzung vorangetrieben wird und wenn das Projekt dann läuft, dann wird man auch die zusätzlichen Kosten stemmen müssen.

Aktuelle Projekte wie die Turnhalle an der Käthe-Kollwitz-Schule liegen zeitlich im Soll und absolut im gesetzten Kostenrahmen.
Es gibt aber schon auch Projekte in der jüngeren Vergangenheit, die in der Kostenentwicklung aus dem Ruder gelaufen sind, diese gehören jetzt auf den Prüfstand.
Das bedeutet für BM Kellner, dass er, bevor er sich mit der Gestaltung seiner eigenen Vorgaben beschäftigen kann, zunächst einmal aufarbeiten muss.

Die Zeit heilt alle Wunden – möglicherweise ist diese in fünf Jahre tatsächlich verheilt, alles vergessen, – aber bis dahin ist es eine klaffende Wunde und die tut verdammt weh.

1 Kommentar

  1. Normalerweise spricht man vom „Kölschen Klüngel“.
    Dies muss möglicherweise auf Emsdetten ausgedehnt werden.

    Für manche ist es nicht gut wenn sie zu lange im Rathaus sind…….

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