Rückblick auf 25 Jahre Stroetmanns Fabrik

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Der Rückblick auf vergangene Projekte „Kinder- und Jugendkultur in Stroetmanns Fabrik“ geht weiter…

2000

„Black Magic“

In drei Gruppen setzten sich Kinder und Jugendliche intensiv mit afrikanischer Kulltur und Lebenswelt auseinander. Es gab eine Kindergruppe, sowie bei den Jugendlichen eine Mädchen- und eine Jungengruppe. In der Gruppe ging es um Spiele, Lieder, Tanzen, Trommeln und Akrobatik. Einbezogen war dabei immer das Gespräch um das Leben der Kinder in Afrika. Für die Abschlusspräsentation wurde eine afrikanische Geschichte erarbeitet, die mit Lieder, Trommelrhythmen und Tänzen dargestellt wurde.
In der Jungengruppe stand Trommelbau im Mittelpunkt des Workshops, auch Tanz gehörte zum Programm. In der Mädchengruppe lag der Schwerpunkt auf Trommeln und Tanzen, außerdem hatten die Mädchen großes Interesse an dem Leben afrikanischer Mädchen, über das mit der Dozentin intensive Gesprüche entstanden. Dabei stellten die Teilnehmerinnen Schmuck aus aufrikanischen Naturmaterialien her, erprobten Frisuren und rituelle Körperbemalungen. Durch die Aufteilung der Gruppen und die Leitung der afrikanischen Künstler der Gruppe Adesa kam es zu spannenden Auseinandersetzungen der Jugendlichen mit ihrer Geschlechteridentität, die in der distanzierten Sichtweise auf die afrikanische Kultur in geschützter Atmossphäre thematisiert werden konnte.
In der Kindergruppe nahm auch ein schwarzer sechsjähriger Junge teil, für den der Workshop ein ganz besonderes Erlebnis war. Er erlebte, dass „seine Leute“ und die afrikanische Kultur im Mittelpunkt standen und dass die weißen Kinder etwas von der afrikanischen Kultur lernten. Der Stolz und die Freude dieses Jungen allein haben das Projekt sehr wertvoll gemacht.

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